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Dornfelder:

Verbreitung: in nahezu allen deutschen Rotweingebieten, vor allem in der Pfalz und in Rheinhessen. Kreuzung aus (Frühburgunder x Trollinger) x (Portugieser x Lemberger) von August Herold 1955.
Essen: Braten und Wild.

Portugieser:

Von Österreich aus nach Deutschland gelangt. Verbreitung vor allem in der Pfalz und in Rheinhessen.
Essen: leichter Braten, Wild und Lamm, Frischkäse

Regent:

Die rote Rebsorte (auch Geilweilerhof 67-198-3) ist eine Neuzüchtung zwischen Diana (Silvaner x Müller-Thurgau) x Chambourcin, also ein Ergebnis zwischen weißen und roten Sorten. Die Kreuzung erfolgte im Jahre 1967 durch Dr. Gerhardt Alleweldt (1927-2005) am Institut Geilweilerhof in Siebeldingen-Pfalz. Die mittelfrüh reifende Sorte ist sehr frostresistent und gilt als die gegen beide Mehltau-Krankheiten widerstandsfähigste Rebsorte.

Merlot:

Die rote Rebsorte stammt höchstwahrscheinlich aus Frankreich. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie im Jahre 1784 im Bordeaux-Bereich Libournais, wo sie auch heute noch dominiert. Der Name ist vom französischen Wort für Amsel (merle) abgeleitet, weil diese Vögel die früh reifenden Beeren sehr gerne naschen. Sie entstammt einer wahrscheinlich natürlichen Kreuzung zwischen Cabernet Franc und einer anderen Cabernet-Sorte.

Spätburgunder: bei uns als Weißherbst ausgebaut

in Frankreich Pinot Noir. Stammt vermutlich von einer burgundischen Wildrebe ab. Verbreitung: Hauptanbaugebiet ist Burgund. In Deutschland vor allem an der Ahr, in Baden, im Rheingau (v.a. Assmannshausen) und in der Pfalz. Die Sorte braucht im gemäßigten Klima Zeit zur Reife, bringt jedoch in guten Jahren herausragende Weine mit Kraft und Fülle hervor. Besitzt eine große Lagerfähigkeit.
Essen: Braten von Wild und Rind, würziger, fettarmer Käse.

 

Riesling:

.Die wohl feinste und komplexeste Weißweinsorte der Welt bringt vor allem in kühlen und gemäßigten Klimazonen die überzeugendsten Ergebnisse hervor. Erst nach langer Reifezeit am Rebstock kann er seine spezifische Aromatik entwickeln. In seiner Fähigkeit, die Eigenarten des Terroir zum Ausdruck zu bringen, ähnelt er dem Cabernet-Sauvignon. Hoch geschätzt an Rieslingen ist die Kombination von hoher Säure und Extrakt.
Verbreitung: In Deutschland die neben Müller-Thurgau am weitesten verbreitete Rebsorte, vor allem an Mosel-Saar-Ruwer, in der Pfalz, im Rheingau, am Mittelrhein und an der Hessischen Bergstraße. Aus Riesling lassen sich je nach Klima, Lage und Ausbau sehr unterschiedliche Weine erzeugen. Das Spektrum reicht vom knackigen, leichten Stil, wie er an Mosel-Saar-Ruwer einzigartig ist, über die üppigen, trockenen Rieslinge etwa aus der Pfalz bis zu feinsten edelsüßen Gewächsen.
Die Rebsorte stammt wahrscheinlich von einer Wildrebe am Oberrhein ab. Bereits vor 1500 wird sie urkundlich erwähnt. Riesling reift sehr spät und stellt hohe Anforderungen an die Lage. In ihrer Lagerfähigkeit sind Rieslinge unübertroffen.
Geschmack: Riesling zählt zu den Rebsorten mit den wohl vielfältigsten Aromen und liefert eine ganze Palette einheimischer und exotischer Früchte, Kräuter, rassige Säure, leichter bis kräftiger Körper, Essen: asiatische Küche, zarter Seefisch, Süßwasserfisch, Schalentiere, Kalb, Geflügel, Frischkäse, schwerere Weine ab Spätlese auch zu Enten- oder Gänsebraten, süß als Aperitif oder zum Dessert

Silvaner:

.Stammt wahrscheinlich aus Österreich. Verbreitung vor allem in Rheinhessen, Franken, Nahe, Saale-Unstrut.
Farbe: blaß. Geschmack: milde bis feinrassige Säure, leichter bis kräftiger Körper. Essen: Spargel, gedünstete Süßwasserfische, gekochtes Huhn und Kalb.

Rivaner auch Müller-Thurgau:

Verbreitung: neben dem Riesling die häufigste Rebsorte in Deutschland, vor allem in Rheinhessen, Baden, in der Pfalz, an Mosel-Saar-Ruwer, in Franken, an der Nahe, an Saale-Unstrut, in Sachsen und an der Hessischen Bergstraße.
Nach einer neuen Genanalyse handelt es sich nicht wie angenommen um eine Kreuzung aus Riesling x Silvaner, sondern aus Riesling x Gutedel. Ihr Namen geht auf ihren Züchter Hermann Müller aus Thurgau zurück, der sie 1882 entwickelt hat.
Essen: Süßwasserfisch, Braten vom Schwein.

Scheurebe:

Verbreitung: Rheinhessen, Pfalz, Nahe, Franken und Baden.
Züchtung aus Silvaner x Riesling von Georg Scheu 1916. Die Scheurebe reift spät und beansprucht daher gute Lagen.
Geschmack: rassige Fruchtsäure und mittlerere bis voller Körper.
Essen: würzige Ragouts, aromatische Fischgerichte und fruchtige Desserts.

Kerner:

Die weiße Rebsorte (auch Kerner-Rebe) ist eine Neuzüchtung zwischen Trollinger (rot) x Riesling (weiß). Die Kreuzung erfolgte im Jahre 1929 an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt in Weinsberg (Württemberg) durch August Herold (1902-1973). Der Sortenschutz wurde im Jahre 1969 erteilt. Die Namensgebung erfolgte nach dem schwäbischen Dichter Justinus Kerner (1786–1862), der in Weinsberg lebte und unter anderem Gedichte und Lieder über Wein verfasste. Die früh reifende und frostharte Sorte ergibt gute Erträge bei hohem Mostgewicht. Die Gesamtrebfläche in Deutschland (vor allem verbreitet in den Anbaugebieten Pfalz, Rheinhessen, Württemberg und Mosel-Saar-Ruwer) beträgt über 6.000 Hektar.
Essen: Braten oder Steaks von Kalb, Schwein oder Lamm, würziger Käse.

Huxelrebe:

Die weiße Rebsorte ist eine Neuzüchtung zwischen Gutedel (Chasselas) x Courtiller Musqué Précoce (Muscat Précoce de Saumur). Die Kreuzung erfolgte im Jahre 1927 durch Georg Scheu (1879-1949) an der Landesanstalt Alzey (Rheinland), der Sortenschutz wurde im Jahre 1969 erteilt. Benannt wurde sie nach dem Weinguts- und Rebschulbesitzer Fritz Huxel (1892-1972), der sich beim Anbau und bei der Vermehrung der Rebe besondere Dienste erworben und mit Weinen daraus zahlreiche Preise und Prämierungen errungen hat. Die enorm ertragreiche Sorte belegt in Deutschland über 1.100 Hektar Rebfläche, sie ist vor allem in den Anbaugebieten Rheinhessen, Pfalz und Nahe verbreitet. Der Bestand ist aber rückläufig.
Besonders geeignet für würzige, hochwertige Dessertweine mit langer Lebensdauer. Essen: als Aperitif oder als Begleiter zum Dessert

Würzer:

Die weiße Rebsorte ist eine Neuzüchtung aus Gewürztraminer x Müller-Thurgau. Dies war im Jahre 1932 eine der letzten Kreuzungen von Georg Scheu in der Rebenzüchtungs-Anstalt Alzey in Rheinland-Pfalz. Der Sortenschutz für die ertragreiche Sorte wurde im Jahre 1978 erteilt. Im Jahre 2001 betrug die Rebfläche in Deutschland knapp 100 Hektar, vor allem ist sie im Anbaugebiet Rheinhessen und in kleineren Mengen auch Nahe verbreitet. Der Name verweist auf den ausgesprochen würzigen Geschmack des gelb- bis goldgrünen Weines. Dieser wird zumeist als Verschnittpartner verwendet

Grauer Burgunder:

auch Ruländer, Rebsorte der Burgunderfamilie. Verbreitung: Neben Italien ist Deutschland das Hauptanbaugebiet. Hier vor allem in Baden, Rheinhessen, in der Pfalz und an der Nahe.
Der Grauburgunder ist eine Mutation aus dem Spätburgunder. Die Traubenreife verläuft ähnlich.
Geschmack: je nach Erntezeitpunkt und Reifegrad, leichte, spritzige Weine mit feinrassiger Säure bis hin zu gehaltvollen, öligen Weinen. Eignet sich gut zum Ausbau im Barrique. Essen: gebratener Seefisch, helles Fleisch, Braten und sehr reifer Käse.Edelsüß als Aperitif oder zum Dessert.

Chardonnay:

Die weltweit wichtigste Weißweinrebe der Burgunderfamilie gedeiht unter verschiedensten Klimabedingungen. Sie ist in fast allen Weinbauländern der Welt beheimatet. Das berühmteste Anbaugebiet ist Burgund.
In Deutschland erst seit 1991 offiziell zugelassen, heute vor allem in Baden und der Pfalz verbreitet. Bringt geringeren Ertrag und höhere Mostgewichte als Weißburgunder.
Essen: Terrinen, Fisch, Muscheln, Kalb, Hausgeflügel, Schwein.

 

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